Graf-Gottfried-Haus - ehemaliger Marstall des Pücklerschen Schlosses
gräflicher Marstall - Pferdestall und Wagenremise
Das heutige Graf-Gottfried-Haus ist eines der wenigen erhaltenen Architekturzeugnisse des ehemaligen Pücklerschen Schlosses in Gaildorf. Das Gebäude wurde als Wirtschaftsflügel des im Jahr 1778 erbauten „Neuen Schlosses“ errichtet. Über Generationen hinweg diente es den Grafen von Pückler-Limpurg als Marstall, also als Pferdestall und Wagenremise. Während das herrschaftliche Hauptschloss prunkvoll ausgestattet war, wies der Marstall eine funktionale und robuste Bauweise auf.
vom Marstall zum Graf-Gottfried-Haus
Am 20. April 1945, in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs, wurde das Pücklersche Schloss durch Beschuss vollständig zerstört und in der Nachkriegszeit nicht wieder aufgebaut. Der Marstall blieb als einziges Nebengebäude auf dem Schlossareal weitgehend unversehrt. Das Bauwerk wurde später zu Ehren des letzten gräflichen Schlossbewohner, Graf Gottfried von Pückler-Limpurg (1871–1957), benannt und dient heute dem Evangelischen Jugendwerk und der Evangelischen Kirchengemeinde als Jugendzentrum.
Bodenmosaik auf dem Kirchplatz
Als bleibende Erinnerung an die untergegangene Residenz befindet sich auf dem naheliegenden Kirchplatz ein markantes Bodenmosaik. Dieses Kunstwerk liegt auf dem ehemaligen Areal des Pücklerschen Schlosses und zeigt das Allianzwappen von Graf Gottfried und seiner Ehefrau Adele, einer geborenen Prinzessin zu Hohenlohe-Ingelfingen. Es handelt sich um das Replikat eines Mosaiks, das einst die Eingangshalle des Schlosses zierte.


