Ludwigsburger Planetenweg

Wanderung - Themenweg
Beschreibung

"Den Himmel auf die Erde holen und mit Lichtgeschwindigkeit die gewaltigen Dimensionen unseres Sonnensystems begreifbar machen, das gelingt uns mit Hilfe eines Planetenwegs!"

Der Planetenweg ist eine verkleinerte Nachbildung unseres Sonnensystems, bei dem die Größen und Abstände der Sonne und ihrer Planeten im Maßstab 1:1 Milliarde dargestellt sind.

In dieser Verkleinerung beträgt die Entfernung zwischen Sonne und Pluto 6 km, das entspricht 6 Milliarden (6.000.000.000) km im Weltall.

Die Sonne mit 1,39 m Durchmesser hebt sich deutlich von unserer Erde ab, einer winzigen Kugel von nur 1,3 cm Größe. Der Zwergplanet Pluto, noch kleiner als der Erdmond, ist mit 2 mm Größe der kleinste dargestellte Himmelskörper.

Nach der Neufassung des Begriffs "Planet" wurde Pluto am 24.8.2006 zu einem Zwergplaneten mit der Nummer 134340 degradiert. Seitdem besteht unser Sonnensystem offiziell nur noch aus 8 Planeten und den Zwergplaneten Pluto, Eris und Ceres.

Der Planetenweg beginnt mit dem Sonnenstandort in Ludwigsburg-Eglosheim circa 200 m nördlich des Favoriteparks in der Seeschlossallee, nicht weit entfernt von der S-Bahn-Haltestelle "Favoritepark". Weiter verläuft der Weg in Richtung Norden über das Schloss Monrepos zum Wilhelmshof, durch das Brandholz bis an den südlichen Rand des Bietigheimer Forstes. Von diesem Standort aus ist die S-Bahn-Station in Bietigheim-Bissingen etwa 2 km entfernt.

Am Anfangs- und Endpunkt des Wegs sowie am Rondell vor dem Schloss Monrepos befindet sich jeweils eine zusätzliche allgemeine Informationstafel zum Planetenweg selbst und zu seinem Verlauf.

Die Realisierung dieses gemarkungsübergreifenden Projekts übernahmen die sechs Kommunen der Grünen Nachbarschaft Bietigheim-Bissingen, Freiberg a.N., Ingersheim, Remseck, Ludwigsburg und Tamm. Finanziell unterstützt wurde das Projekt durch die Kreissparkasse Ludwigsburg. Betonarbeiten wurden von der Firma Ebert-Beton ausgeführt.

Die bildhafte und textliche Dokumentation "Mythen und Planeten" von Prof. Klaus Bushoff erscheint im Verlag der Studiengalerie Stuttgart.

Der bildhauerische Teil des Planetenwegs bezieht sich mit seinen Stelen auf die Mythen und Sagen der Antike, die von den jeweiligen Göttern berichten.

Die alten Griechen und Römer haben ihre Weltdeutungen nicht wie wir von Wissenschaftlern gelernt, sondern von Dichtern und Künstlern. Selten ist ein Götter-Mythos in nur einer Quelle überliefert. Dies erklärt die oft widersprüchliche Charakterisierung und Planetenzuordnung. Die heutigen volkstümlichen Zuordnungen sind Vereinfachungen der in den Schöpfungsmythen auftretenden Verwirrungen.

Die künstlerischen Arbeiten zum Planetenweg beziehen sich gelegentlich auf vergessene Eigenschaften der jeweiligen Gottheiten. Sie verzichten oft auf die dem Klassizisten so wichtige historische Richtigkeit von Details und Attributen: Aus "nassen Gewändern" wird so ein unhistorischer Faltenwurf, der zum Beispiel aus zerknüllten Plastikbeuteln gewonnen wird. Die Körperteile sind idealferne, individuelle Abformungen lebendiger Personen.

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Wegbeschreibung

Merkur
Der frühreife Knabe Hermes fiel zuerst durch einen Viehdiebstahl auf, wie auch durch das Verhandlungsgeschick, mit dem er sich als 12. Gott Merkur im Olymp als Götterbote einführte.
Die Stele stellt den Patron der Kaufleute, Diebe und Vertragsabschließenden als termingehetzten Eiligen dar.

Venus
Aphrodite, die Göttin der Liebe und der Inbegriff alles berauschend Schönen musste in zunehmendem Maße als Venus ihren Ruhm mit Cupido/Eros, der verantwortungslosen Begierde, teilen

Erde
Die stets als breitbrüstig bezeichnete Gaia ist die Urmutter Erde. Sie tauchte aus dem Chaos auf und gilt als die Erzeugerin, Erhalterin und Ernährerin allen Lebens auf der Erde. Ihr Kult verschmolz mit dem der Ackerbaugöttin Demeter.
Die Stele betont die vielhändigen Tätigkeiten bei der Pflege der Planzen und die Nähe zum matriarchalischen Mondkult.

Mars
Ein unparteiischer Liebhaber des Kampfes ist Ares, der mit seiner Schwester über Gerüchte und Eifersüchteleien wo immer möglich Kriege anzettelt. Nur Hades liebt ihn wegen der Toten und auch Aphrodite ist ihm leidenschaftlich zugetan.
Die Stele lässt die menschlichen Züge des mit Waffen jonglierenden Mars unter einem Helm verschwinden.

Jupiter
Für den Kampf gegen seinen Vater Kronos hatten die Zyklopen seinen Sohn Zeus mit einem Blitz gerüstet. Mit ihm wurde der tödliche letzte Schlag ausgeführt.
Die Stele zeigt einen untypisch jugendlichen Jupiter, umgeben von Blitzen, als Herrscher des Himmels.

Saturn
Um seinen Machterhalt besorgt, verschlang Kronos alljährlich die Kinder, die seine Schwester ihm gebar - unter anderem auch Hades, Poseidon und Zeus. Durch eine List der Mutter musste er sie alle wieder erbrechen.
Die Stele ruft im Faltenwurf des Gewandes die typische Form des Saturn-Nebels auf.

Uranus
Als Sohn der Urmutter Erde zeugte Uranus mit ihr, außer den Titanen und Zyklopen, auch Kronos, der - von der Mutter angestachelt - ihm später die Weltherrschaft entriss.
Die Stele zeigt in betont zerstückelter Form alles Widersprüchliche, das durch diese Verbindung in die Welt gekommen ist.

Neptun
Im Zuge der Erbteilung nach dem Tod des Vaters Kronos erhielt Poseidon die Oberherrschaft über das Meer, das er als eigensinniger Charakter nach Gutdünken und zum Leidwesen seiner Bewohner und Seefahrer oft überraschend aufpeitschte.
Die Stele führt in der breiten Zerklüftung der Figur einen brutalen Neptun vor, dessen Dreizack ursprünglich als Waffe gegen den Vater eingesetzt worden war.

Pluto
Der Herrschaftsbereich des dritten Bruders wurde die Unterwelt. Hades ist der eifersüchtige Besitzer von allem, was unter der Erde ist: die Edelmetalle wie auch die Toten, die ihm in einem Kahn über den Styx zugeführt werden.
Die Stele belegt mit der Tarnkappe die typische Blindheit gegenüber allem Leben und - mit der Münze - den Reichtum des Pluto.

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Wegbeschaffenheit

100 % Unbekannt

Details der Tour

Empfohlene Jahreszeit
  • J
  • F
  • M
  • A
  • M
  • J
  • J
  • A
  • S
  • O
  • N
  • D
Dauer
1:43 h
Distanz
7,02 km
Abstieg
47 m
Höchster Punkt
272 hm
Tiefster Punkt
231 hm
Kondition
Technik
Landschaft
Erlebnis

Entdeckungen entlang der Tour

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Theatermuseum im Schloss Ludwigsburg, © Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

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Museen & Galerien

Ein gemütliches Restaurant mit Tafeln, gelben Blumen und gedeckten Tischen. Der Schriftzug 'V Bandits' ist auf einer Tafel zu sehen., © Lisa Bakavos V-Bandits
Viadukt in Bietigheim-Bissingen über einem Fluss. Mehrere Kanufahrer paddeln unter der Brücke. Umgeben von grünen Bäumen und klarem Himmel., © Stuttgart Marketing GmbH, Sarah Schmid
Bietigheim-Bissingen

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Architektur
Ein Weinkeller mit großen Holzfässern, die in zwei Reihen entlang eines gefliesten Gangs stehen. Die Fässer sind beleuchtet und in einem Gewölbe untergebracht., © Herzog von Württemberg

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Württemberger Hof Ludwigsburg

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von Ludwigsburg - Stuttgart-Marketing GmbH