Martinskirche
Sankt Martin - eine Kirche für den fränkischen National- und Kirchenschutzheiligen Martinus von Tours
Die Geschichte der Martinskirche reicht bis ins Jahr 1248 zurück, als eine Kirche in Ottendorf erstmals urkundlich erwähnt wurde. Anfangs wahrscheinlich nur eine einfache Kapelle in Holzbauweise, wurde sie im Laufe der Jahrhunderte stetig erweitert: Die ursprüngliche Kapelle hatte mit dem Turm und der Chorfläche noch keine Verbindung. 1482 wurden Chor und Turm zu einem wehrhaften Kirchturm ausgebaut. Die Kapelle wurde 1483 gegen Osten verlängert und an den heutigen Kirchturm angeschlossen. Weitere bedeutende bauliche Veränderungen waren die Erhöhung des Gebäudes im Jahr 1730 sowie die Installation der ersten Orgel 1786. Umfangreiche Modernisierungen prägten das 20. Jahrhundert, darunter die Erneuerung von Dachstuhl und Orgel.
Eine Besonderheit ist das dreiteilige Geläut im Kirchturm. Die älteste Glocke von 1490 verrichtet noch heute ihren Dienst. Die zweite Glocke (1795) wurde im Zweiten Weltkrieg konfisziert, jedoch 1948 unversehrt in einem Sammellager in der Lüneburger Heide wiedergefunden und zurückgeführt. Als Ersatz für eine verschollene Glocke wurde 1956 die dritte Glocke gegossen.
Heute zeichnet sich die Kirche durch ihren warmen Holzinnenausbau aus, was ihr eine besonders einladende Atmosphäre verleiht. Die Martinskirche ist eine der drei Kirchen der Kirchengemeinde Eutendorf-Ottendorf.

