Kirche St. Michael Schwäbisch Hall
Die Urkunde zur Weihe der Michaelskirche 1156 ist die früheste, sicher datierte Erwähnung Schwäbisch Halls. Im 15. Jahrhundert wurde die romanische Basilika, bis auf den heute noch erhaltenen unteren Teil des romanischen Westturms, abgerissen und durch eine spätgotische Hallenkirche ersetzt. Ab 1427 erfolgte der Neubau des gotischen Langhaus, einige Jahre später der spätgotische Chor mit reich verziertem Netzgewölbe. Erst 100 Jahre später, in der Zeit der Reformation, wurde der gesamte Bau vollendet. Zu dieser Zeit war St. Michael die Wirkungsstätte des Predigers Johannes Brenz, der dafür sorgte, dass die wertvollen Kunstwerke in den Kirchen vom Bildersturm verschont und erhalten blieben. Noch heute birgt St. Michael zahlreiche Kunstwerke wie den niederländischen Hochaltar im Chor (vermutlich um 1460) und das überlebensgroße Kruzifix des Ulmer Bildhauers Michel Erhart (signiert und datiert 1494). 160 Stufen führen den Westturm hinauf in die Glockenstuben mit zehn Glocken. In der Vorhalle des Turms wurde um 1290 die Sandsteinfigur des Stadtheiligen St. Michael mit vergoldeten Flügeln angebracht, der von dort auf den Marktplatz und das Stadtgeschehen schaut. 2013 wurde die Kirche als eines von nur 33 Bauwerken in Deutschland mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet. (Für eine Besichtigung beachten Sie bitte die Öffnungszeiten der Kirche)
Öffnungszeiten
01. März bis 15. November
Montag: 12:00 Uhr - 17:00 Uhr
Dienstag - Samstag: 10:00 Uhr - 17:00 Uhr
Sonntag: 11:00 Uhr - 17:00 Uhr
An Tagen mit Aufführungen der Freilichtspiele auf der "Großen Treppe" bis 19:30 Uhr.
16. November bis 28. Februar
Montag: 12:00 Uhr - 14:00 Uhr
Dienstag bis Sonntag: 11:00 Uhr - 15:00 Uhr
Besichtigungen und Führungen sind während des Gottesdienstes nicht möglich.



