Neues Schloss
Witwensitz im Herrengarten
Das klassizistische Gebäude auf dem Nordufer des Kochers verdankt seine Entstehung der Gräfin Amalie von Waldeck-Limpurg. Die als Amalie Charlotte Auguste Wirths geborene Bürgerliche stammte aus Bergheim im Fürstentum Waldeck. Ihr Ehemann Graf Georg Friedrich Karl von Waldeck-Pyrmont und Limpurg-Gaildorf musste nach seiner Heirat mit der Tochter aus bürgerlichem Hause auf alle seine Rechte im Fürstentum Waldeck verzichten und zog sich mit ihr 1817 auf den Besitz in Gaildorf zurück
Nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 1826 ließ sie sich 1846 inmitten des Herrengartens eine Villa als Witwensitz errichten. Das Gebäude, das sich harmonisch in die Parklandschaft einfügte, wurde in den Jahren 1880 und 1896 durch das Haus Bentinck erweitert. Bis zum Ende des Ersten Weltkriegs nutzte die gräfliche Familie das Schloss regelmäßig als herrschaftlichen Sommersitz.
Neues Rathaus im Schlosspark
Das 20. Jahrhundert brachte einschneidende Veränderungen mit sich: Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Schloss als Depot für Kulturgüter genutzt, von 1943 bis 1945 als Führerheim der SS. In den Nachkriegsjahren diente es von 1945 bis 1946 den US-Streitkräften als Offizierskasino und war im Anschluss bis 1965 ein Altersheim. Die Stadt Gaildorf erwarb das Anwesen bereits im Jahr 1954. Nach umfangreichen Umbauten zog 1967 die Stadtverwaltung in das Gebäude ein.
Kunst im Neuen Schloss
Trotz der funktionalen Modernisierung blieb der Charakter der Architektur, insbesondere durch die markanten Säulen und den repräsentativen Treppenaufgang im Eingangsbereich, bis heute spürbar erhalten. Foyer und Treppenhaus bieten auch für die regelmäßig wechselnden Kunstausstellungen den passenden Rahmen.
Öffnungszeiten
Informationen zu den Öffnungszeiten der Gaildorfer Stadtverwaltung




