Stadtmauer
Gaildorfs Stadtmauer: Schutz vor äußeren Bedrohungen
Mit der Verleihung der Stadtrechte durch König Ruprecht im Jahr 1404 begann Schenk Friedrich III. umgehend mit dem Bau einer Stadtmauer. Unter ihm und seinen Nachfolgern entstand so zwischen 1404 und 1480 eine wehrhafte Befestigungsanlage, die Gaildorf vor äußeren Bedrohungen schützen sollte. Die Mauer umschloss das neu angelegte „untere“ Stadtgebiet, während das ältere „obere“ Dorf südöstlich des Alten Schlosses von der Mauer ungeschützt blieb.
Vier Ecktürme und drei Stadttore
Die Anlage bestand aus einem geschlossenen Mauerring, vier markanten Ecktürmen und drei Stadttoren. Eindrucksvoll – damals wie heute - der Eckturm an der heutigen Mauerstraße, der 1520 errichtet wurde. Mit einer Höhe von etwa 10 bis 12 Metern beherbergte er Räume für das Wachpersonal und ein Gefängnis.
Stumme Zeugen der Geschichte
Mit Beginn des 19. Jahrhunderts verlor die Stadtmauer ihre Bedeutung: Die Bevölkerung Gaildorfs wuchs, das ummauerte Gebiet wurde zu eng. Nach und nach wurden Teile der Befestigung abgetragen. Heute erinnern nur noch vereinzelte Fragmente an die einstige Wehrhaftigkeit der Stadt: etwa der erhaltene Rest des Eckturms in der Mauerstraße – ein stummer Zeuge der Gaildorfer Geschichte.




