Kinderhilfe Afghanistan - 40 Jahre Erfahrungen am Hindukusch
- Location:
- Kulturhaus Schwanen, Winnender Straße 4, 71334 Waiblingen
Die Familie Erös ist seit mehr als vier Jahrzehnten mit Afghanistan verbunden. Ihr Engagement begann in den 1980er-Jahren während des Krieges gegen die sowjetische Besatzung. Damals leistete der Bundeswehrarzt Reinhard Erös medizinische Hilfe für afghanische Widerstandskämpfer und lebte mit seiner Familie in Peshawar, am Fuß des Khyberpasses. Auch während der ersten Talibanzeit in den 1990er-Jahren blieb die Familie aktiv und unterstützte mit kleinen Schulprojekten vor allem Frauen und Mädchen.
Nach dem 11. September 2001 verließ Erös die Bundeswehr, weil er einen Militäreinsatz in Afghanistan nicht für zielführend hielt. Stattdessen baute die Familieninitiative Kinderhilfe Afghanistan Bildungsprojekte auf: mehr als 30 Grund- und Oberschulen, Computerschulen und Ausbildungsangebote, besonders für Mädchen und Frauen. Nach dem Abzug der westlichen Truppen 2021 führt die Kinderhilfe Afghanistan ihre Arbeit im Land fort – mit Schul- und Ausbildungsprojekten, medizinischer Hilfe, Unterstützung der Universitätsklinik in Jalalabad, dem Bau einer Landklinik und eines Waisenhauses.
Der Vortrag gibt Einblicke in ein Land, das in Nachrichten oft nur als Krisenraum erscheint, aber von Menschen, Familien, Bildungshunger und Überlebenswillen geprägt ist. Erös berichtet aus langjähriger Erfahrung über die politische und soziale Lage unter den Taliban, über Hunger, humanitäre Hilfe und die Frage, was ziviles Engagement leisten kann, wenn militärische Strategien scheitern.
Mitpräsentiert von Amnesty lnternational Waiblingen & Waiblingem Bündnis für Demokratie
