Moment mal
- Location:
- Vorlesescheune Hoheneck, Ludwigsburger Straße 20, 71642 Ludwigsburg
- Datum:
- 20. September 2026
Uhren sind mechanische Meisterwerke. Von dieser Faszination, von seiner Uhrensammelleidenschaft erzählt Peter Vogel, Mitbegründer der VorleseScheune, und er stellt ausgefallene Modelle vor. Unter anderem Taubenuhren. Doch Uhren bergen auch das Geheimnis der Zeit. Deswegen wurden dem Uhrmacher in der Literatur häufig magische Kräfte zugeschrieben.
Bis heute sind Schriftsteller fasziniert von Uhrmachern. Zum Beispiel der Österreicher Christoph Ransmayr. Sein Uhrmacher, der Engländer Cox, wird vom Kaiser von China eingeladen, um die Ewigkeit in einer Uhr einzufangen. Es geht um Macht und die Einsicht in die eigene Vergänglichkeit. Beim isländischen Schriftsteller Arnaldur Indriðason wird der Uhrmacher zum Seelenklempner. Der Uhrmacher Jón aus Island repariert im Königspalast von Kopenhagen eine kostbare alte astronomische Uhr. Dabei kommt er ins Gespräch mit dem dänischen König, der mit Gewissenskonflikten kämpft. Mit der Liebe schlägt sich „Lotti, die Uhrmacherin“ herum, eine Novelle von Marie von Ebner-Eschenbach aus dem Jahre 1880 über eine selbständige Uhrmacherin mit eigenem Geschäft in Wien. Bahnhofsuhren und Fahrpläne wurden zu wichtigen Elementen der Kriminalliteratur wie für Miss Marple in „16.50 Uhr ab Paddington“ von Agatha Christie. Ein schöner Spaß ist es, der Zeit ein Schnippchen zu schlagen. Das passiert im völlig unnötigen, aber aufgeblasenen „Uhrenstellinstitut“ des türkischen Autors Ahmet Hamdi Tanpinar und in „Momo“, dem Klassiker von Michael Ende. Und es passiert in Wort und Musik von Autor und Kabarettist Rolf Breuer und der Sängerin Manuella Neumann.
Wir laden ein zu einer literarischen Zeit-Reise.Anmeldung erbeten: vorlesescheune@posteo.de
Uhrzeit: 16.00 - 17-30 Uhr
