Land.Tour GrenzRäume

Wanderung - Wanderweg
Aktuelle Meldung

Trittsicherheit stellenweise erforderlich.

Überwiegend befestigte Landwirtschafts- und Forstwege (etwa 4 km), etwa 2 km Waldpfad mit Wurzelwerk.

Nicht Kinderwagentauglich.

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Beschreibung

Der schöne alte Ortskern von Hausen ist ein stimmungsvoller Einstieg zur „Grenztour“. Fließend ist hier der Übergang zwischen Siedlung und Grün. Im Naturraum angekommen empfehlen wir: kurz mal innehalten und dem Chor der bunten Vogelwelt lauschen! Eine QR-Info verrät Ihnen, welche Vögel hier gern zwitschern und piepen.

Später säumen prächtige Obstbäume den Weg und recken stolz ihre Kronen in den Himmel – an den Streuobstwiesen geht kein Blick vorbei! Eher schüchtern blitzen dagegen die zarten Orchideen-Schönheiten durchs Gras. Um sie zu entdecken, muss man schon genauer hinschauen und zur richtigen Jahreszeit unterwegs sein. Eine QR-Info am Weg stillt auch hier den Wissensdurst zu Flora und Fauna.

Zum Auftakt der Tour im Rotgraben wird der Wanderer von schattenspendenden Bäumen eskortiert. Die nutzt die heimische Vogelwelt zu verschiedenen Zeiten gern als Bühne, um sich – mal als Solist oder gemeinsam im Chor – lautstark bemerkbar zu machen. Mithilfe der QR-Info findet man einen Standort, der sich besonders eignet, um dem Konzert zu lauschen. Hier gibt´s auch etwas Nachhilfe zum Thema Vogel(stimmen)kunde.

Auf der Wanderung werden auch geologische Grenzen überschritten: Mit dem Farbton der Erde vom gelben Muschelkalk zum roten Buntsandstein ändern sich Details zu Flora und Fauna. Und wieder helfen QR-Infos, Interessantes zu erfahren: Warum der Rotgraben als Biotop ausgewiesen ist und wann der Feuersalamander hier seine Kinderstube einrichtet oder warum sich Orchideen im Naturdenkmal Wacholderheide Eisberg so wohlfühlen.

In der frischen Waldluft unter dem schattigen Blätterdach findet man leicht einen guten Rhythmus fürden kleinen Anstieg zur Kuppelzenhütte. Am Wochenende (nur Sonntags geöffnet) lässt sich dort prima einkehren! Ein paar Schritte weiter, hoch über Münklingen, unterhalb vom Naturschutzgebiet Büchelberg, kann der Blick frei und weit bis zum Horizont schweifen.

Es folgt ein schmaler Waldpfad mit Tiefgang im doppelten Sinne.  Was unscheinbar beginnt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als überaus geschichtsträchtig: der Landgraben! Er wurde auf württembergischer Seite ausgehoben und zu einem Wall aufgeschüttet. Obenauf führt der Wanderweg heute durch Fichten- und lichte Buchenwälder, vorbei an alten Grenzsteinen. An der ein oder anderen Stelle erzählen die QR-Infos Geschichten von früher. Ein paar Schritte abseits des Weges – jenseits der Grenze – eröffnetsich wieder ein lohnender Aussichtspunkt und zeigt: Das Ziel ist schon ganz nah!

Heute duckt sich der altwürttembergische Landgraben unter sattem Grün, versteckt sich hinter Bäumen und ist nur bei genauem Hinsehen erkennbar. Die Grenze von früher wurde weitgehend von der Natur zurückerobert. Im 15. Jahrhundert wurden hier im Norden Württembergs keine Mauern und Türme zur Grenzmarkierung errichtet, sondern mühsam eine Graben-Wall-Anlage ins Erdreich gebaut. So entstand der Landgraben, der bis ins frühe 17. Jahrhundert vor allem dazu diente, zu verhindern, dass Zollkontrollen umgangen werden konnten. Als Verteidigungsanlage hatte er kaum strategische Bedeutung. Er half später, die Jagd- und Forstrechte an der Grenze festzulegen. Bis heute deutlich markiert – und auf der Land.Tour gut erkennbar – ist die Trennlinie zwischen Württemberg und Baden durch zahlreiche historische Gemarkungsgrenzsteine. Wer sie lesen kann, erfährt von der einst bewegten Geschichte entlang der Grenze. Mithilfe von QR-Infos können hier die Nebel der Vergangenheit gelüftet werden.

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Wegbeschreibung
Autorentip

QR-INFOS am Wegesrand:

Hier können Sie sich schlaumachen: QR-Codes vor Ort finden Sie überall dort, wo es was zu erzählen gibt. Ideal, um schnell mal die Augen und Ohren auf Empfang zu stellen und die Besonderheiten von Flora, Fauna und Geschichte(n) am Wegesrand nicht zu verpassen. Wer mag, kann sich alle Texte vorlesen lassen.

(Lesedauer an den Stationen: max. 1,5 Minuten)

Unseren Flyer zur Land.Tour erhalten Sie über unsere Website - Service.

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Wegbeschaffenheit

7 % Unbekannt
19 % Asphalt
6 % Schotterweg
67 % naturbelassen

Details der Tour

Empfohlene Jahreszeit
  • J
  • F
  • M
  • A
  • M
  • J
  • J
  • A
  • S
  • O
  • N
  • D
Dauer
1:30 h
Distanz
5,73 km
Aufstieg
134 m
Abstieg
134 m
Höchster Punkt
507 hm
Tiefster Punkt
373 hm
Kondition
Technik
Landschaft
Erlebnis

Entdeckungen entlang der Tour

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Aussichtspunkt Kuppelzen Münklingen
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Eine Gruppe von Wanderern auf einem Weg mit Blick auf grüne Hügel und ein Dorf im Tal. Ein blühender Baum im Vordergrund., © Claudia Fy
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© Natur.Nah. Schönbuch & Heckengäu

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von Martina Thanner